Historische Aufnahme der Moosmühle am Teich, im Vordergrund ein Ruderboot

Über die Moosmühle

Über 300 Jahre
Wasser, Holz und Arbeit.

Die Moosmühle am Teich · historische Aufnahme

Die Moosmühle

Seit 1611
am selben Ort.

Wo heute Gäste bei Kaffee und Kuchen im Garten sitzen, wurde über Jahrhunderte mit der Kraft des Wassers gearbeitet: Getreide gemahlen, Leinöl geschlagen, Bretter gesägt. Heute ist die Moosmühle ein Naturcafé – das Haus erzählt seine Geschichte bis heute.

1611erste urkundliche Erwähnung der „Moßmill“
300+Jahre lang wurde hier gemahlen
6Wasserräder trieben Mühle, Stampf, Ölschlag und Säge
2 kmvom Ortskern Bad Feilnbach, am Fuße des Wendelsteins

Chronik

Wie aus der Moßmill
die Moosmühle wurde.

  1. 1611

    Die erste Erwähnung

    Wann die Mühle entstanden ist, weiß man nicht genau. In den Kirchenbüchern der Pfarrei Au steht als älteste Eintragung: 1611 Georg Steindl, vorher Bened. Weigl auf der Moßmil – festgehalten im Saalbuch von 1644.

  2. Der Name

    „Im Moos drunten“

    Das Anwesen lag inmitten nasser, ertragsarmer Wiesen. Sie wurden nur einmal im Jahr gemäht und lieferten saures Rossheu oder Streu. Etwas verächtlich sprach man vom Land „im Moos drunten“ – daher der Name Moosmühle.

  3. 1898 – 1905

    Die Wiesen werden entwässert

    Mit der Gründung der Wiesenentwässerungsgenossenschaften endet die Zeit, in der die Mühle mitten im Sumpfland stand.

  4. Um 1900

    Das Klappern verstummt

    Länger als 300 Jahre lief hier eine gutgehende Mühle – bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

  5. Heute

    Ein Naturcafé

    Peter Huber führt die Moosmühle als Naturcafé und Ausflugslokal – mit hellen Gasträumen, naturnahem Garten und selbstgemachten Kuchen und Torten.

Was das Wasser antrieb

Eine Mühle,
die vieles konnte.

In dem großen Gebäude wurde nicht nur gemahlen. Mehrere Wasserräder setzten ganz unterschiedliche Werke in Bewegung – vom Mehl bis zum Brett.

Drei oberschlächtige Wasserräder

Zwei Mühlgänge

Hier wurde das Getreide gemahlen. Beim oberschlächtigen Rad fällt das Wasser von oben in die Schaufeln und dreht das Rad mit seinem Gewicht.

„Kopperei“

Putzerei

Hier wurde das Getreide vor dem Mahlen gereinigt.

Unterschlächtiges Wasserrad

Knochenstampf

Auch Beinstampf genannt. Er zerkleinerte Knochen zu Knochenmehl – damals der einzige Kunstdünger.

Unterschlächtiges Wasserrad

Ölschlag

Im Haus „Ausschlag“ genannt. Hier wurde aus Leinsamen Leinöl gewonnen.

Ein „Floderer“, etwa 1 m hoch

Schneidsäge

Rund sechzig Meter südlich stand eine Säge mit nur einem Sägeblatt – ganz aus Holz gebaut, bis auf das Sägestüberl.

Oberschlächtiges Wasserrad – so wurden die Mühlgänge angetrieben.

Aus alten Zeiten

Gesichter
der Moosmühle.

Historisches Porträt von Franz Xaver Huber mit Hut und Schnurrbart
DamalsFranz Xaver Huber, der „Moosmühler“ – Gründer der Jenbachtaler und des Gauverbandes I.
Geschnitzte Holzfigur von Franz-Xaver Huber „Moosmülle“ an der Hauswand
Heute am HausEine geschnitzte Figur erinnert an Franz-Xaver Huber „Moosmülle“.
Peter Huber, Inhaber der Moosmühle, auf der Wiese vor einem Obstbaum, im Hintergrund ein Pferd
Peter Huber, Inhaber der Moosmühle.

Heute

Ein Naturcafé
im alten Haus.

Heute führt Peter Huber die Moosmühle. Helle Gasträume, ein naturnaher Garten und die Lage nah an den Alpen: Hier kehren Radfahrer, Spaziergänger und Ausflügler ein – auf Kaffee, selbstgemachten Kuchen, ein Eis oder eine Brotzeit.

Einfach
vorbeikommen.

Geöffnet

Mo & Di Ruhetag
Mi – So 11 – 18 Uhr

Adresse

Moosmühle 1
83075 Bad Feilnbach
08066 279

Öffnungszeiten variabel – im Zweifel kurz anrufen. Tischreservierungen für Gruppen ab 20 Personen.